Bernhard Hennen: Der Tanz der Rose. Cover: Heyne
Fantasy

Bernhard Hennen: Der Tanz der Rose

Das Schwarze Auge ist einigen von euch vielleicht ein Begriff. Mich haben das Rollenspiel und die PC-Spiele lange Zeit begleitet. Eingestiegen aber bin ich mit den Romanen, von denen es Dutzende gibt und die immer einen kleinen Ausschnitt der Welt rund um Aventurien zeigen. „Der Tanz der Rose“ von Bernhard Hennen ist der erste Band der Trilogie „Drei Nächte in Fasar“ inmitten dieser langen Romanreihe.

Die erste Nacht

Die drei Romane sind in eine Rahmenhandlung eingebettet: In jeder der „Drei Nächte in Fasar“ erzählt ein alter Mann seine Geschichte. Eine Geschichte über einen Sklaven und eine Tänzerin sowie ihre Freunde auf einer waghalsigen Flucht.

Omar arbeitet als Sklave in den Diensten seines Herrn, dem Händler Abu Feisal dem Prächtigen. Eines Tages rettet er seinem wohlhabenden Herrn das Leben. Abu Feisal will sich für diese Tat revanchieren und gewährt seinem Diener einen Wunsch.

Doch Omar wagt das Unvorstellbare: Als Gegenleistung für das gerettete Leben seines Herrn verlangt er die edle Tochter von Abu Feisal zur Frau. Abu Feisal der Prächtige ist außer sich über diesen vermessenen Wunsch. Zudem ist Melikae, seine Tochter, längst einem anderen Mann versprochen, der den Reichtum der Familie noch mehren soll.

In einer waghalsigen Aktion fliehen Omar, Melikae, die Salzgängerin Neraida sowie der Leibwächter Fendal über den Cichanebi-Salzsee. Doch der mächtige Magier Abu Dschenna und seine Männer sind ihnen in Abu Feisals Auftrag bereits auf den Fersen.

Für Fans des aventurischen Südens

Grundsätzlich liefert Hennen einen unterhaltsamen und atmosphärischen Roman aus dem Reich des Schwarzen Auges. Er fängt die Welt rund um Fasar und Al’Anfa gut ein. Viele DSA-Fans zählen diese Trilogie zu den besten Romanen der Reihe.

Fasar ist eine Stadt im Süden des aventurischen Kontinents, die nahe der Wüste liegt und stark von orientalischen Elementen geprägt ist. Das merkt man an den Namen, aber auch an den dargestellten Traditionen und Werten. Die Atmosphäre erinnert an weltliche Basare, an die Wüste, an Scheiche und an Tausendundeine Nacht.

Und obwohl Hennen, der sich sehr gut im sehr umfangreichen DSA-Universum auskennt, diese Atmosphäre passend einfängt, ist das gleichzeitig auch der Knackpunkt für mich. Denn Aventurien hat viele Regionen, die mir wesentlich besser gefallen, die ich spannender und interessanter finde.

Dafür können natürlich weder Bernhard Hennen noch die Geschichte etwas. Denn die Story selbst weiß recht gut zu unterhalten und auch der Stil liest sich angenehm, zudem sind die Charaktere sympathisch. Andere Fans des Schwarzen Auges werden aber sicher mehr mit dieser Roman-Trilogie anzufangen wissen als ich.

Atmosphärisch, aber nicht mein Fall

Bernhard Hennen liefert einen unterhaltsamen DSA-Roman ab, der die Atmosphäre rund um das orientalisch angehauchte Fasar und dessen Umgebung prima einfängt. Dass ich keine höhere Bewertung geben kann, liegt letztlich nur daran, dass ich mit den Novadis und dem Orient-Flair in Aventurien nicht so viel anfangen kann. Weiter geht es in der Trilogie mit „Die Ränke des Raben“.

6/10 Fasarer Nächte

Die nackten Fakten

Deutscher Titel: Der Tanz der Rose
Reihe: Das Schwarze Auge – Band 12; Drei Nächte in Fasar – Band 1
Autor: Bernhard Hennen
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453094970
Erscheinungsjahr: 1996
Seitenzahl: 240

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