Querbuch Der perfekte Leseabend
Querbuch

Die Checkliste für euren perfekten Leseabend

Die bessere Hälfte ist mit Freunden unterwegs, die Haustiere sind versorgt und dösen, im Haushalt ist auch alles erledigt. Was also mit dem freien Abend anstellen? Das sag ich euch: Lesen! Private Leseparty! Juhu! Und damit ihr einen richtig tollen Abend mit eurem Buch haben könnt, gebe ich euch eine Checkliste für den Leseabend an die Hand.

Mach es dir bequem!

Nichts geht über einen gemütlichen Leseplatz. Auf der Couch, im Ohrensessel oder auch im Bett: Es gibt viele Möglichkeiten, sich irgendwo bequem hinzufläzen und das aktuelle Buch zu genießen. Oder wie wäre es mit einem schattigen Plätzchen auf Terrasse oder Balkon, wenn das Wetter mitspielt?

Umgekehrt darf im Winter die Kuscheldecke ebenso wenig fehlen wie ein gemütliches Kissen. Ganz Mutige machen sich ein schönes Schaumbad, um darin zu lesen. Ganz egal, für welchen Ort ihr euch entscheidet: Seht zu, dass euer Lieblingsplatz frei ist und nur darauf wartet, dass ihr ihn nutzt!

Ist der Lieblingsplatz besetzt?
Lieblingsplatz besetzt? Das geht so nicht!
Foto: Bücherbaronin
Bitte nicht stören!

Es gibt nichts Schlimmeres, als alle Naselang unterbrochen zu werden und dieselbe Textstelle mehrmals lesen zu müssen. Damit ihr nicht ständig aus dem Lesefluss gerissen werdet, solltet ihr einige Vorkehrungen treffen. Sämtlichen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten eine Whatsapp schreiben, dass man ungestört sein will, danach Handy stummschalten, Fernsehen, PC und Tablet verbannen, Festnetztelefon ausstöpseln, Klingel abstellen und los geht’s!

Na gut, im Zweifel reicht es auch, das Handy außer Reichweite zu legen und den Fernseher auszulassen. Damit sind schon mal die wichtigsten Weichen gestellt. Wie weit ihr letztlich geht, um eure Ruhe zu haben, sei euch überlassen.

Romantische Atmosphäre gefällig?

Für einen schönen Leseabend brauche ich eigentlich nur einen Platz zum Lesen (Couch oder Bett) und ein gutes Buch. Ich gebe zu, da bin ich etwas spartanisch. Wenn man das Ganze etwas umfangreicher zelebrieren möchte, gibt es natürlich einige Optionen. Zum Beispiel Kerzen. Wenn alles abgedunkelt ist und nur eure Leselampe und die Kerzen etwas Licht spenden, kann das richtig gemütlich werden.

Oder mögt ihr gern leise Musik beim Lesen? Vielleicht nicht unbedingt was mit Text, das lenkt dann doch zu sehr ab. Aber etwas passende Instrumentalmusik schadet nicht: ruhige, leichte Musik zu einem Liebesroman und Orchestermusik zu Fantasy. Oder ihr erstellt euch eure ganz persönliche Playlist, der ihr bei eurem Leseabend lauscht.

Ein bisschen Naschen muss sein

Damit ihr vor lauter Lesen eure Kräfte beisammenhaltet (zum Beispiel, um die Seiten umzublättern oder den 700-Seiten-Wälzer zu halten, ohne zu schwächeln), solltet ihr für eine kleine Stärkung zwischendurch sorgen. Wie wäre es mit einem leckeren Tee oder einem heißen Kakao? Im Sommer darf es gern auch ein Cocktail oder ein Eistee sein. Denkt nur daran, ein standfestes Gefäß zu nehmen, das nicht sofort umfällt, und Platz auf dem Beistelltisch zu schaffen. Schließlich kann es durchaus vorkommen, dass ihr euer Getränk beiseite stellt, ohne richtig hinzugucken, weil euch das Buch so gefangen nimmt … Ach ja, und trinkt nicht zuuu viel, sonst müsst ihr ständig unterbrechen, um zu pinkeln.

Bloß keine Zuckergussflecken ins Buch machen …
Foto: Bücherbaronin

An Süßigkeiten zur Zwischendurch-Erquickung eignen sich Gummibärchen und ähnlicher Knabberkram, da man dafür nur eine Hand vom Buch entfernen muss. Aber Finger weg von Schokolade, Chips und anderen klebrigen oder fettigen Sachen! Da macht ihr euch nur doofe Flecken ins Buch.

Das richtige Buch

Und da sind wir auch bei unserem letzten und wichtigsten Punkt angelangt: Kein Leseabend ohne das richtige Buch! Das ist natürlich bei jedem ein anderes, Geschmäcker sind wie immer verschieden. Trotzdem will ich versuchen, euch ein paar schöne Tipps an die Hand zu geben. Vielleicht ist ja euer neues Lieblingsbuch mit dabei.

Fangen wir mit den Fans spannender Unterhaltung an, die sich an ihrem Leseabend gerne die Fingernägel abknabbern vor Aufregung. Ein erster Tipp ist „Bird Box“ von Josh Malerman, das ich euch auch schon bei meinen Highlights des ersten Halbjahres vorgestellt habe. Mit etwas mehr als 300 Seiten ein perfekter Kandidat, in einem Rutsch durchgelesen zu werden. Ihr werdet auch gar nicht mehr aufhören wollen!

Cover Josh Malerman: Birdbox. Foto: Penhaligon
Josh Malerman:
Birdbox.
Foto: Penhaligon
Cover Terry Pratchett: Gevatter Tod. Foto: Piper
Terry Pratchett:
Gevatter Tod.
Foto: Piper

Freunde der Fantasy sollen natürlich auch auf ihre Kosten kommen. Hier habe ich ein Herzensbuch als Vorschlag anzubieten: „Gevatter Tod“ von Terry Pratchett ist ein wunderbares Buch, das auf der schrägen Scheibenwelt spielt. Humorvoll, skurril, voller Fantasie und schrägen Charakteren, und dabei immer auch mit leiseren Untertönen. Einfach nur klasse!

Und zuletzt habe ich noch etwas für euch, wenn ihr dicke Schmöker liebt und einer spannenden Zeitreise ins Mittelalter nicht abgeneigt seid: „Der Medicus“ von Noah Gordon ist ein historischer Roman vom Feinsten, den man mal gelesen haben sollte. Über 800 Seiten geballtes Lesevergnügen reichen sicherlich auch für zwei oder drei Leseabende.

Cover Noah Gordon: Der Medicus. Foto: Heyne
Noah Gordon:
Der Medicus.
Foto: Heyne

Jetzt seid ihr dran

Wie sieht denn für euch der perfekte Leseabend aus? Reichen euch ein paar Stunden ungestörte Ruhe oder zelebriert ihr solch einen Abend lieber? Bereitet ihr euren Leseabend gerne vor oder pflanzt ihr euch spontan auf die Couch und legt los? Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

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