Cover Eric Powell: The Goon in Krudes Zeug. Foto: Cross Cult
Comic,  Horror

Eric Powell: The Goon in Krudes Zeug

Seit dem Jahr 1999 erobert ein Independent-Comic die Herzen der Fans und räumte in den 2000ern mehr als einen Preis ab: Eric Powells Horrorspaß „The Goon“. Anfangs erschienen die Comics noch im Selfpublishing und wurden später von Dark Horse-Comics übernommen. Für den deutschen Markt wurden die Comichefte in Sammelbänden zusammengefasst und bei Cross Cult veröffentlicht. „Krudes Zeug“ ist der erste Teil der mehrteiligen Comicreihe. Das Ganze umfasst mittlerweile neun Bände.

Wer killt die meisten Zombies?

Wenn es jemanden gibt, der mit Ärger umgehen kann, dann ist es der Goon. Der Goon ist verdammt groß, er ist verdammt breit und er ist verdammt hässlich. Oh, und eins ist er auch noch: verdammt effektiv. Zusammen mit seinem zu kurz geratenen, verrückten Freund Franky verdrischt der Goon alles und jeden. Meistens ist er dabei im Auftrag seines Chefs unterwegs, Mafiaboss Labrazio.

Und es gibt wirklich mehr als genug für die beiden Freunde zu tun. Schon seit Jahren arbeiten der Zombie-Priester und seine treuen untoten Diener daran, die Herrschaft über die Stadt einzunehmen. Da heißt es für den Goon und Franky: Ärmel hochkrempeln und losprügeln!

Die ersten Geschichten in einem Band

„Krudes Zeug“ umfasst drei lose zusammenhängende Geschichten über den kultigen Goon und seinen durchgedrehten Sidekick Franky. Die schräge Welt, durch die die Freunde sich prügeln und metzeln, pendelt zwischen Zombieslasher und Film Noir mit einer großen Portion schwarzen Humors.

Den Geschichten merkt man noch an, dass das die ersten Abenteuer der beiden verrückten Schlägertypen sind. Das Ganze kommt noch etwas platt und anspruchslos daher und die Spannungsbögen könnten etwas ausgefeilter sein, aber das stört überhaupt nicht. Der Goon und Franky machten ziemlichen Spaß, wenn sie sich durch den Comic prügeln, foltern und morden. Da fliegen Körperteile durch die Gegend, es fließt Blut in Strömen und manche der Monster sind auch herrlich eklig. So soll das sein.

Eric Powell hat hier zwei coole Anti-Helden erschaffen, wobei der Fokus eindeutig auf dem maulfaulen, abgebrühten Goon liegt. Hinzu kommen kuriose Gegner wie ein riesiger Zombie-Affe oder ein Fischkapitän mit Holzbein. Genug Kreativität ist definitiv vorhanden, um gut zu unterhalten.

Was die „Ausstattung“ des Hardcover-Comicbandes angeht, hat Cross Cult geklotzt statt gekleckert. Neben den drei Storys finden sich zwei Vorworte von Eric Powell, einen exklusiven Prolog mit dem Goon und Franky höchstpersönlich, ein paar kurze Strips, eine Skizzengalerie sowie ein Interview mit dem Künstler.

Hinter dir, ein dreiköpfiger Zombie-Affe!

Ein ziemlich cooler, abgebrühter Antiheld, schwarzer Humor, groteske Abenteuer und ein tolles Hardcover mitsamt einem Haufen genialer Extras machen aus „The Goon: Krudes Zeug“ einen rundum klasse Comic. Wer mit dem Zombie-Szenario was anfangen kann, sollte einen Blick riskieren. Weiter geht es mit „The Goon: Was ein Elend!“.

8/10 Zombie-Affen

Die nackten Fakten

Deutscher Titel: The Goon in Krudes Zeug
Reihe: The Goon – Band 1
Originaltitel: The Goon – Rough Stuff
Autor/Zeichnungen: Eric Powell
Verlag: Cross Cult
ISBN: 9783936480948
Erscheinungsjahr: 2008
Seitenzahl: 96

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