Cover Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Foto: Carlsen
Fantasy

Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen

Harry wer? Ach so, Harry Potter … nee, muss nicht sein. Das war lange meine felsenfeste Überzeugung. Wozu ein paar Kinderbücher lesen, wenn es doch ansehnliche Filme dazu gibt? Tja, und dann habe ich dem „Stein der Weisen“ eine Chance gegeben.

Der Auftakt der siebenbändigen Reihe

Der junge Harry Potter ist ganz sicher nicht zu beneiden. Da seine Eltern tot sind, wächst er bei Onkel, Tante und Cousin auf. Aber die Dursleys behandeln ihn alles andere als gut. Der arme Junge hat nicht mal ein eigenes Zimmer, sondern muss in der Kammer unter der Treppe schlafen.

An Harrys elftem Geburtstag wird plötzlich alles anders, denn er erfährt, dass er kein normaler kleiner Junge ist, sondern tatsächlich ein Zauberer, wie schon seine Eltern. Kann das wirklich sein? Und nicht nur das: Er soll auch nach Hogwarts gehen, einer Schule für Hexerei und Zauberei, in der man ihm alles beibringen will, was er als guter Zauberer wissen muss.

Gleich das erste Schuljahr in Hogwarts wird das aufregendste Jahr seines jungen Lebens: Harry lernt mit Hermine, Ron und Hagrid neue Freunde kennen, trifft wundersame Wesen und muss sich schwierigen Herausforderungen stellen. Und wenn schon das erste Jahr auf der Schule so spannend ist, wie sollen dann erst die kommenden werden?

Mein erster Ausflug nach Hogwarts

Das war er also, der erste Band der beliebten „Harry Potter“-Reihe. Jahrelang habe ich einen großen Bogen um alles gemacht, was mit Harry, Ron und Hermine zu tun hatte. Das lag zum einen daran, dass ich mit Anfang 20 schon mal reingelesen hatte und mir der Stil zu kindlich war (kein Wunder, es ist ja nun mal auch eine Kinderbuch-Reihe), und zum anderen daran, dass ich einige Vorbehalte hatte, gerade nachdem ich die Filme gesehen hatte. Zu viele munter irgendwo geklaute Fantasyelemente bunt zusammengewürfelt, zu platt, zu einfach.

Aktuell bin ich in einer gewissen Findungsphase, was Bücher angeht. Ich probiere Genres und Bücher aus, die ich vorher nicht mit der Kneifzange angefasst hätte, und „Der Stein der Weisen“ hat davon profitiert. Und am Ende war ich positiv überrascht: Natürlich ist die Geschichte auf recht kindgerechte Art geschrieben, aber humorvolle Elemente, liebenswerte Charaktere – Neville Longbottom mochte ich schon in den Filmen sehr gern – und ein Abenteuer nach dem anderen sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Es kommt quasi keine Langeweile auf, weil immer irgendetwas passiert. Aber nicht auf eine gehetzte, fließbandmäßige Weise, sondern unterhaltsam und flott. Dass Harry als Figur so gar nicht mein Fall ist und ich ihn überraschend unsympathisch finde, fällt da nicht mehr ins Gewicht.

Ich bin zwar immer noch nicht in dem totalen Potter-Hype angekommen, wie er sich durch sämtliche sozialen Netzwerke und Booktube zieht, aber ich mochte den Auftakt der Reihe gern, fühlte mich in der Welt rund um Hogwarts sehr wohl und habe direkt mit dem nächsten Band angefangen.

Direkt weitergelesen

Lange, lange habe ich einen weiten Bogen um Harry Potter gemacht, und jetzt isses doch passiert: Der erste Band „Der Stein der Weisen“ punktet mit einer fantasievollen Welt, aufregenden Geschehnissen und tollen Charakteren und bildet eine gute Grundlage für weitere Abenteuer rund um Harry, Ron und Hermine. Weiter geht es mit „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“.

7/10 Zauberschüler

Die nackten Fakten

Deutscher Titel: Harry Potter und der Stein der Weisen
Reihe: Harry Potter – Band 1
Originaltitel: Harry Potter and the Sorcerer’s Stone
Autor: Joanne K. Rowling
Verlag: Carlsen
ISBN: 9783551354013
Erscheinungsjahr: 1998
Seitenzahl: 334

Weitere Meinungen

Buchperlenblog
Gwynnys Lesezauber
Letterheart

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.