Cover Libba Bray: Circes Rückkehr. Foto: dtv
Fantasy

Libba Bray: Circes Rückkehr

Vor Kurzem hatte ich euch „Gemmas Visionen“ vorgestellt, den ersten Band der Fantasyreihe „Der geheime Zirkel“ von Libba Bray. Heute möchte ich den zweiten Band nachschieben, der „Circes Rückkehr“ heißt und inhaltlich direkt an den Vorgänger anknüpft. Ich versuche Spoiler zu vermeiden bzw. die Handlung allgemein zu umreißen, damit ich euch nicht zu viel verrate.

Aufgabe: Finde den Tempel!

Gemma und ihre Freundinnen hatten gerade erst einige aufregende Abenteuer zu bestehen. Doch es bleibt kaum Zeit zur Erholung, denn Gemma wird von Kartik besucht, einem mysteriösen jungen Mann, den sie kennengelernt hat. Und er bringt eine Warnung mit: Das, Magische Reich, in dem sich die Mädchen aufgehalten haben, ist in Gefahr. Und sie müssen dort einen alten Tempel aufsuchen, um diese Gefahr aufzuhalten. Aber das ist leichter gesagt als getan.

Auch in der realen Welt werden die Mädchen auf Trab gehalten. Denn die Weihnachtsferien stehen vor der Tür und die Freundinnen verlassen das Mädcheninternat Spencer, um ihre Familien in London zu besuchen. Gemma, die ihr bisheriges Leben in Indien verbrachte, ist fasziniert von der pulsierenden Metropole. Sie besucht gesellschaftliche Veranstaltungen, verbringt Zeit mit ihrem Vater und lernt den jungen Simon Middleton kennen.

Doch Gemmas Visionen werden immer unheilvoller …

Zwischen historischem Jugendroman und Fantasy

Während „Gemmas Visionen“ noch damit beschäftigt war, die Figuren und das Setting einzuführen und die Handlung in Gang zu bringen, ist man in „Circes Rückkehr“ nun mittendrin im Geschehen. Turbulent und kurzweilig geht es zu. Hier und da streut die Autorin kleine Gedächtnisstützen, ohne sich in langatmigen Rückblenden zu ergehen. So lässt sich der zweite Band auch gut lesen, wenn man nicht mehr genau weiß, was im ersten passiert ist.

Gemma und ihre Freundinnen haben einiges zu meistern: Von gesellschaftlichen Konventionen über erste aufkeimende Gefühle zu einem Jungen bis hin zu den Abenteuern im Magischen Reich haben sie alle Hände voll zu tun. Und das ist gar nicht so einfach, wenn man zwischen Realität und Magischem Reich hin und her pendeln muss!

Bray gelingt es erneut, das England des 19. Jahrhunderts plastisch und schillernd zu beschreiben. Und die Fantasyelemente, die im ersten Band arg kitschig geraten sind, bewegen sich jetzt auf einem angenehmen Level. Ein bisschen Zuckerguss ohne zu viel Schmacht und Schmelz, das passt schon. Hinzu kommt die erfrischende Prise trockenen Humors, die das spannende Geschehen immer wieder angenehm durchbricht. So hält „Circes Rückkehr“ eine schöne Balance zwischen historischem Jugendroman und Fantasy.

Noch flotter als Teil eins

Im Vergleich zum Vorgängerband „Gemmas Visionen“ ist „Circes Rückkehr“ von Libba Bray noch kurzweiliger und aufregender. Glaubwürdige, sympathische Charaktere und eine flotte Handlung unterhalten auf ganzer Linie und machen umso neugieriger auf den Abschluss der Trilogie, der „Kartiks Schicksal“ heißt.

8/10 Tempel

Die nackten Fakten

Deutscher Titel: Circes Rückkehr
Reihe: Der geheime Zirkel – Band 2
Originaltitel: Rebel Angels
Autor: Libba Bray
Verlag: dtv
ISBN: 9783423712729
Erscheinungsjahr: 2007
Seitenzahl: 652

Das Cover bezieht sich auf die aktuellere Ausgabe von 2014.

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