Cover Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder. Foto: Knaur
Fantasy

Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

Mit seinem ersten Roman und Reihenauftakt „Die Insel der besonderen Kinder“ erlangte der US-Amerikaner Ransom Riggs eine gewisse Bekanntheit. Mittlerweile ist die Reihe auf sechs Bände angewachsen. Die Idee zu den Romanen kam dem Fotografen Riggs durch alte Fotografien.

Die Suche nach der Insel

Seit er denken kann, lauscht der kleine Jacob den wundersamen und fantasievollen Geschichten seines Großvaters Abe. Statt der üblichen Märchen erfährt Jacob von einer Insel, auf der ganz besondere Kinder mit unglaublichen Fähigkeiten leben. Und der Junge wünscht sich, diese Insel eines Tages zu besuchen.

Die Jahre vergehen, und aus dem Kind wird ein Teenager. Als sein Großvater unter mehr als merkwürdigen Umständen ums Leben kommt, erinnert sich Jacob wieder an die Geschichten, die er als Kind erzählt bekommen hat. Denn er findet Hinweise darauf, dass diese Insel aus den Geschichten kein Hirngespinst war, sondern dass es sie wirklich gibt.

Gemeinsam mit seinem Vater begibt sich Jacob auf eine Reise nach Wales. Hier soll sich die kleine Insel mit den besonderen Kindern befinden. Es dauert nicht lange, und Jacob wird in ein fantastisches Abenteuer hineingezogen, das er sich in seinen kühnsten Vorstellungen nicht hätte ausmalen können.

Guter Stil, ausbaufähige Story

Ich fange mal mit den positiven Punkten an, die mir an „Die Insel der besonderen Kinder“ gut gefallen haben. Die alten Fotografien, die sich im Buch finden, kreieren eine tolle Atmosphäre. Sie verbinden Realität und Phantastik und sehen einfach verdammt cool aus. Auch Riggs’ Stil, schlicht und manchmal mit einem trockenen Humor, kann überzeugen, der Roman lässt sich prima lesen.

Die Geschichte selbst braucht aber einfach viel zu lange, um in Fahrt zu kommen. Und es passiert auch nicht besonders viel. Natürlich ist es interessant und faszinierend, wenn Jacob diese „besonderen Kinder“ aus dem Titel kennen lernt, wenn er mehr über ihre Fähigkeiten erfährt und warum sie gemeinsam auf dieser Insel leben. Im dritten Drittel geht es auch endlich ans Eingemachte.

Aber mir hat das nicht gereicht. Viele Charaktere – und davon gibt es gar nicht mal so viele – bleiben blass. Die Story (bis auf das Finale) ist zu flach und lässt Überraschungen oder Wendungen vermissen. Der erste Band einer Reihe ist oftmals der Wegbereiter für die Folgebände, führt Figuren ein und beschreibt das Setting. Trotzdem wünsche ich mir auch schon in so einem Auftakt Spannung und mehr Pep.

Leider etwas blass und flach

Gut geschrieben, aber im Endeffekt doch etwas blass und flach – so würde ich Ransom Riggs’ Roman „Die Insel der besonderen Kinder“ umschreiben. Ich habe mir einfach mehr erwartet. Bislang konnte ich mich auch noch nicht dazu durchringen, mir den zweiten Band „Die Stadt der besonderen Kinder“ zuzulegen. Aber vermutlich werde ich der Reihe noch eine Chance geben.

6/10 Inseln

Die nackten Fakten

Deutscher Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Reihe: Die besonderen Kinder – Band 1
Originaltitel: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children
Autor: Ransom Riggs
Verlag: Knaur
ISBN: 9783426510575
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenzahl: 416

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